Gesunde Ernährung - Alle Jahre wieder

Pünktlich zum Neuen Jahr mit all seinen guten Vorsätzen dürfen auch die unzähligen Ratgeber zum Thema „ Abnehmen, gesunde Ernährung, Diät u.s.w.“ nicht fehlen. Vielfältig, z.T. gegensätzlich sind die einzelnen Angebote, nicht wenige versprechen den schnellen Erfolg.

Sieht man sich die Zahlen an – 53 % der deutschen Frauen und 67 % der Männer sind zu dick – 15 % der deutschen Kinder /Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren sind bereits übergewichtig – dann wird schnell klar, noch nie war die Bevölkerung so überernährt und die Tendenz ist weiter steigend.

Dabei gehört Essen genauso zu den Grundbedürfnissen des Menschen wie etwa Schlaf oder Trinken. Wenige Generationen vor uns gehörte Hunger noch zum Alltag. Heute ist dieses Gefühl nur den Diätwilligen ein Begriff.

Essen ist zu jeder Zeit und im Überfluss vorhanden, wir haben kaum noch echten Hunger. Noch für unsere Großeltern stand beim Essen die Deckung ihres Energiebedarfes im Vordergrund und der Genuss kam durch die Sättigung zustande. Nun will keiner die Zeiten der Entbehrung zurück haben und auch ständige Diäten sind kein Ausweg, da sie erstens aufgrund der Kalorienreduzierung und Einseitigkeit nur eine bestimmte Zeit durchzuhalten sind und auf der anderen Seite der gefürchtete Jo-Jo-Effekt lauert.

Gesunde Ernährung beginnt bei der eigenen Achtsamkeit

Nachfolgend einige Anregungen wie man unabhängig von vorherrschenden Trends vielleicht wieder ein unverkrampftes Verhältnis zum Thema gesunde Ernährung findet.
  1. Hunger und Sattsein wieder als natürliches Gefühl zulassen
  2. dreimal täglich Zeit nehmen für eine ausgewogene Mahlzeit (möglichst wenig Fastfood, Gemüse und Obstanteile einbauen, auch mal Wasser und Tee trinken)
  3. darauf achten, wann habe ich Hunger, wann bin ich satt – wie fühlt sich das an
  4. achtsam in sich hinein hören, auf was habe ich Appetit – dann auch essen
  5. lernen, seinem Körper wieder zu vertrauen – keine Angst, er verleitet uns nicht zu maßlosem Schlemmen
  6. vielleicht anhand einer Liste über eine gewisse Zeit nachvollziehen – auf was habe ich Appetit und wie bekommt es mir – ganz ohne Kopf nur auf den Bauch hören
  7. wenn ich mich für ein Essen entschieden habe, dann genieße ich es mit allen Sinnen ohne Reue ( auch Süßigkeiten)
  8. stelle ich während oder nach dem Essen fest, dass mir etwas nicht ganz so gut bekommen ist, keine Selbstvorwürfe machen, sondern beim nächsten Mal weglassen oder die Menge reduzieren – dann wieder reinspüren, wie geht es mir damit
  9. ständiger Verzicht erhöht nur die Lust auf das Verbotene, das führt zu immer mehr Kontrolle und das Leben wird infolge weniger genussreich und lustvoll
  10. auf den eigenen Körper konzentrieren, nicht z.B. auf den der Freundin oder des Arbeitskollegen – jeder Mensch is(s)t anders und sein Stoffwechsel ebenfalls
  11. bewusst machen, dass das „ schlankere“ Aussehen meines Körpers allein
  12. nicht automatisch dazu führt, dass ich mich besser fühle, dazu gehört auch mein seelisches Gleichgewicht
  13. da die Bewegung auch ein wichtiger Indikator sowohl für mein Wohlbefinden als auch für die bekömmliche Größe meiner Essensportion ist, sollte ich versuchen herauszufinden, welche Art von Bewegung die richtige für mich ist
Zugegeben der achtsame Umgang mit dem eigenen Körper erfordert ein wenig Zeit. Dafür lernen Sie wieder, selbst Entscheidungen zu treffen ohne darauf hoffen zu müssen, dass die nächste Diät die schnelle Erlösung bringt.

Und wer immer noch daran zweifelt, allein herauszufinden zu können, was ihm gut tut, kann sich ja professionelle Hilfe suchen. Beachtenswert bei der Auswahl wäre eine individuell auf den jeweiligen Menschen abgestimmte Unterstützung, dazu gehören idealerweise auch die Berücksichtigung der genetischen Voraussetzungen, der Lebensumstände, die jeweilige körperliche und seelische Verfassung.

Vorstellung meines Behandlungskonzeptes zur Umstellung auf eine gesunde Ernährung

Das Stoffwechselprogramm von „ gesund & aktiv“ z.B. versucht anhand spezieller Blutwerte, genetischer Faktoren, Ermittlung des Stoffwechseltyps, individueller Informationen über die Lebensweise u.a. die für den einzelnen Stoffwechsel am besten verträglichen Lebensmittel zu finden. Dabei wird keine Lebensmittelgruppe ob nun Kohlenhydrate, Fette oder Eiweiße bevorzugt sondern die richtig Mischung macht es.

Bei krankhaftem Über- oder auch Untergewicht sollte immer eine therapeutische Begleitung erfolgen. Dabei wäre auch eine Ursachenfindung empfehlenswert, denn oft ist mit dem körperlichen auch das seelische Gleichgewicht gestört oder geht dem vor raus. Ein Therapiekonzept, bestehend aus der Umstellung auf eine gesunde Ernährung, Homöopathie, Bewegung und Anregung der Selbstheilungskräfte kann hilfreich sein.