Homöopathie und Miasmen

Homöopathische Behandlung mit verschiedenen Kräutern
Bei der miasmatischen Behandlung wird nach der tiefer liegenden Krankheit (Miasma) gesucht, die dem zurzeit sichtbaren Leiden zugrunde liegt. Neben der individuellen Veranlagung eines Menschen, krank zu werden, können auch andere Dinge ursächlich zur Entstehung einer Krankheit beitragen. Hier können sowohl langjährige Lebensumstände, genetische Belastungen, erworbene/übernommene Verhaltensweisen eine Rolle spielen als auch Maßnahmen, die die Immunabwehr des Organismus nachhaltig unterdrücken.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einer homöopathischen Behandlung. Meist wird zwischen organotroper, konstitutioneller und miasmatischer Homöopathie unterschieden.

Die Methoden stimmen hinsichtlich ihrer ganzheitlichen Betrachtungsweise überein. Allerdings wird die Lebenskraft eines Patienten auf unterschiedliche Weise angeregt, da Wirkungstiefe und Intensität verschieden sind.

Bei der organotropen Behandlung stehen die körperlichen Symptome bzw. Beschwerden einzelner Organe im Vordergrund. Sie wird deshalb auch oft bei akuten Erkrankungen oder Verletzungen je nach Indikation eingesetzt.

Bei der konstitutionellen Behandlung wird viel Wert auf die Gemütssymptome gelegt. Hier steht neben der körperlichen Konstitution eher das Persönlichkeitsprofil (z.B. Verhaltensweisen, Vorlieben, Abneigungen) des Patienten im Fokus. Die Anamnese ist umfangreicher, da es sich oft um chronische Leiden handelt.

Bei der miasmatischen Behandlung wird nach der tiefer liegenden Krankheit (Miasma) gesucht, die dem zurzeit sichtbaren Leiden zugrunde liegt. Neben der individuellen Veranlagung eines Menschen, krank zu werden, können auch andere Dinge ursächlich zur Entstehung einer Krankheit beitragen. Hier können sowohl langjährige Lebensumstände, genetische Belastungen, erworbene/übernommene Verhaltensweisen eine Rolle spielen als auch Maßnahmen, die die Immunabwehr des Organismus nachhaltig unterdrücken.

In der Miasmatik geht man außerdem davon aus, dass in den verschiedenen Menschheitsepochen sogenannte Seuchen, also Krankheiten, die sehr viele Menschen auf einmal betrafen, einen Einfluss auf die jeweiligen Familiensysteme genommen haben könnten. Das heißt, diese Krankheiten (oft sexuell übertragbar wie Syphilis oder Gonorrhoe) wurden in ihrer Symptomatik über Generationen weiter gegeben, man kann auch sagen vererbt. Vereinfacht ausgedrückt, kann das dazu führen, dass ein Patient in der Gegenwart an Symptomen der alten Seuchen leidet, ohne tatsächlich direkt an dieser erkrankt zu sein.

Die Miasmen kann man den entsprechenden Zeitepochen und Seuchen zuordnen. Gleichzeitig zeigt sich hier oft auch der jeweilige Zeitgeist einer Gesellschaft. Ein Beispiel ist das vorherrschende Miasma unserer heutigen Zeit, die Karzenogenie. Die Ausnahme zur Regel zu machen spiegelt den Zeitgeist wieder der hinter der Erkrankung Krebs steht. Das wiederum trifft auf sehr viele Menschen und ihre Lebensumstände zu. Beispiele dafür wären Stress, ungesundes Essen, Schmerzmitteleinnahme oder Arbeitslosigkeit. Als Ausnahme verkraftet unser Organismus diese Belastungen. Auf Dauer können sie krank machen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die miasmatisch homöopathische Behandlung auszeichnet durch:

  1. Verschreibung solcher Heilmittel, die die Kraft haben, bis zur miasmatischen Wurzel der Krankheit vorzudringen und sie auszuheilen.
  2. Beachtung und Unterstützung körpereigener Heilungsversuche wie z.B. Fieber, Schwitzen, Schmerzen.
  3. Beeinflussung der miasmatischen Dynamik in Richtung Heilung z.B. weg von lebensnotwendigen Organen, bis zum Schluss die Krankheit den Körper über die Haut verlassen kann.

Die miasmatische Homöopathie findet v.a. bei Prozessen Anwendung, bei denen die Lebenskraft des Organismus über einen längeren Zeitraum geschwächt wurde.

Damit ist sie nicht nur ein fester Bestandteil der ganzheitlichen Krebstherapie sondern findet Anwendung auch bei chronischen Erkrankungen wie z.B. Arthrose, Hypertonie, Schilddrüsenerkrankungen, Allergien oder Neurodermitis.


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